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Die Einsatzeinheit 1 der Stadt Ulm

Ansprechpartner

Fabian Rueß
Zugführer

zugfuehrung(at)drk-ov-ulm.de

Frauenstraße 125
89073 Ulm

Die Einsatzeinheit (EE) ist eine taktische Einheit des Bevölkerungsschutzes Baden-Württemberg für Großschadensereignisse mit einer Vielzahl von Verletzten, Erkrankten oder Betroffenen. Sie ersetzte ab den 1990er-Jahren die früheren Katastrophenschutzzüge (Sanitäts- und Betreuungszüge) und kombiniert nun die verschiedenen Fachdienste in einer Einheit, weshalb sie flexibler und umfangreicher einsetzbar sind.

Mit der Einsatzeinheit 1 stellt unser Ortsverein eine von zwei Einheiten, die für das Gebiet der Stadt Ulm zuständig sind. Die zweite Einheit setzt sich aus Helfern des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) zusammen.

Ausstattung und Aufbau

Die Soll-Stärke unserer Einsatzeinheit beträgt nach der Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) 30 Einsatzkräfte (3/3/24/30) und acht Fahrzeuge. Sie ist in fünf Module aufgeteilt:

  • Modul "Führung"

    Das Modul „Führung“ besteht aus dem Zugführer, dem stellvertretenden Zugführer, einem Notarzt und einem Führungsgehilfen für den Bereich Kommunikation (Sprechfunk etc.). Diese führen die Einsatzeinheit sowohl bei Sanitäts- als auch bei Betreuungseinsätzen. Die Einheitsführung koordiniert die vier unterstellten Leistungsmodule und stellt die Kommunikation mit übergeordneten Führungsstellen und benachbarten Einheiten sicher. Zu diesem Zweck verfügt das Modul über einen organisationseigenen Einsatzleitwagen (ELW), der unter anderem mit einer hochmodernen Funk- und Telefonanlage und zwei Funkarbeitsplätzen ausgestattet ist.

  • Modul "Erstversorgung"

    Das Modul „Erstversorgung“ ist eine der beiden Teileinheiten, welche durch die Umstrukturierung der Einsatzeinheiten in Baden-Württemberg im Jahr 2008 aus der ehemaligen Sanitätsgruppe hervorgegangen sind. Dementsprechend untersteht es im Einsatz nach wie vor dem Gruppenführer Sanität.

    Das Modul ist das Kernelement der Einsatzeinheit im Sanitätseinsatz. Es hat die Aufgabe, bei großen Schadensereignissen zusätzliches Personal und Material für die Unterstützung des Rettungsdienstes bei der Patientenversorgung bereitzustellen. Dazu kann es entweder alleine eine so genannte Patientenablage einrichten, an der auf die Schnelle rund zehn Verletzte registriert und versorgt werden können, oder aber es errichtet und betreibt zusammen mit den anderen Modulen der Einsatzeinheit und einer weiteren Einsatzeinheit einen Behandlungsplatz für rund 25 Verletzte (BHP 25).

    Das Modul verfügt über zwei Einsatzfahrzeuge (einen Gerätewagen Sanität und einen Mannschaftstransportwagen) und eine Soll-Stärke von einem Gruppenführer und acht Helfern.

  • Modul "Transport"

    Das Modul „Transport“ ist die zweite Teileinheit, die 2008 aus der ehemaligen Sanitätsgruppe hervorgegangen ist und untersteht dementsprechend auch dem Gruppenführer Sanität. Das Modul bildet die Patiententransport-Komponente unserer Einsatzeinheit. Mit den beiden Krankentransportwagen Typ B (KTW-B) können bis zu vier Patienten liegend transportiert werden.

  • Modul "Betreuung und Logistik"

    Das Modul „Betreuung und Logistik“ gewährleistet im Einsatz die Betreuung von unverletzten Personen und ihre Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern. Es sorgt für ihre vorübergehende Unterbringung in Notunterkünften und sichert ihre sozialen Belange. Darüber hinaus bereitet es Verpflegung für die Betroffenen und – bei lang andauernden Einsätzen – für die Einsatzkräfte zu und gibt sie aus. Eine weitere Aufgabe des Moduls ist die logistische Unterstützung der übrigen Teileinheiten, indem es beispielsweise Materialtransporte übernimmt.

    Zur Erfüllung dieser Aufgaben verfügt das Modul über einen Betreuungs-LKW, einen Mannschaftstransportwagen (MTW) und einen Feldkochherd (FKH).

  • Modul "Technik und Sicherheit"

    Das Modul „Technik und Sicherheit“ hat im Einsatzfall die Aufgabe die anderen Module der Einsatzeinheit logistisch und technisch zu unterstützen. Gerade bei Großschadenereignissen dient es der Entlastung anderer technischer Organisationen (z.B. THW, Feuerwehr), indem es eigenes technisches Equipment verwendet und handwerklich-technische Tätigkeiten mit entsprechenden Werkzeugen und Hilfsmitteln durchführt.

    Im Einsatz stellen die Einsatzkräfte des Moduls technische Geräte wie z.B. Zeltbeleuchtung, Beleuchtungsgerät zum Ausleuchten eines Platzes, Zeltheizungen oder auch Ersatzstromerzeuger auf und nehmen sie in Betrieb. Der Gruppenführer Technik und Sicherheit und sein Stellvertreter nehmen innerhalb des Ortsvereins auch gleichzeitig die Aufgaben des Sicherheitsbeauftragten wahr und achten daher auch auf die Einhaltung der gesetzlichen Unfallverhütungsvorschriften (UVV), der Arbeitsschutzvorschriften und der Sicherheitsvorschriften, wie zum Beispiel das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung (PSA). Ebenso dient das Modul als Ratgeber bei Unfällen mit Gefahrstoffen. Bei solchen Unfällen führt es technische Maßnahmen zum Schutz der Einsatzeinheit durch. Außerhalb des Einsatzgeschehens gehören die Pflege und Wartung der technischen Geräte unserer Einsatzeinheit zu den Aufgaben des Moduls.

    Als eigenes Einsatzfahrzeug verfügt das Modul über einen Gerätewagen Technik und Sicherheit (GW TuS) auf Basis eines Ford Transit Pritsche/Plane. Auf diesem sind verschiedenste Werkzeuge und technisches Gerät verlastet, mit dem die Helfer des Fachdienstes Technik und Sicherheit im Einsatz arbeiten.

Alarmierung

Ein Großteil des Personals für die Einsatzeinheit 1 ist mit digitalen Meldeempfängern (DME) ausgestattet und wird bei Bedarf von der Integrierten Leitstelle (ILS) Ulm alarmiert. Wird zusätzliches Personal benötigt kann zudem durch den Zugführer ein Telefonalarmierungssystem ausgelöst werden, bei denen die Helfer automatisch angerufen werden, ein aufgezeichneter Alarmierungstext wiedergegeben wird und eine Rückmeldung der Einsatzkraft entgegengenommen wird.

Ausbildung

Jeder Helfer unserer Einsatzeinheit erhält eine Grundausbildung, in der grundlegende Kenntnisse in Einsatztaktik, Betreuungsdienst und Technik vermittelt werden. Außerdem absolviert jede Einsatzkraft die Fachdienstausbildung „Sanitätsdienst“. Danach können je nach Interesse und Eignung weitere Fachdienstausbildungen, höhere medizinische Ausbildungen (Rettungshelfer und Rettungssanitäter) und notwendige Funktionsausbildungen besucht werden. Für Führungspositionen vorgesehene Einsatzkräfte absolvieren zudem die erforderlichen Ausbildungsgänge für Gruppen- und Zugführer.